Nützlinge im Garten Gartenpflege Innovatio Bocholt rhede

Nützlinge im Garten

Igel, Marienkäfer und Co. Werten einen Garten auf, indem sie uns helfen Schädlinge zu beseitigen. Ein Grund mehr diesen fleißigen Helfern einen Unterschlupf, Futter und einen Lebensraum zum Wohlfühlen zu bieten. Dabei können Sie sich ganz entspannen, denn sie finden in einem unaufgeräumten Garten eine ganze Menge Nahrung. Räumen Sie Ihren Garten deshalb erst im Frühjahr auf. Lassen Sie Laub liegen und schneiden Sie Stauden und Gräser nicht. Wie Sie bestimmte Nützlinge unterstützen können, zeigen wir Ihnen hier.

Schmetterlinge fördern

Schmetterlinge in den eigenen Garten locken ist gar nicht so schwer. Dazu benötigen Sie ein möglichst sonniges und windstilles Fleckchen. Spezielle Futterpflanzen locken diese bunten Besucher dann auch an.

  • Ein wahrer Faltermagnet ist Sommerflieder.
  • Auch Lavendel, Rudbeckien, Astern, Disteln, Wasserdost, Flockenblumen und Natternkopf locken an.
  • Um den pflanzenfressenden Raupen Nahrung zu bieten sind Sträucher wie Schlehe, Brombeere und Himbeere sowie Hasel und Rosen geeignet. Hilfreich sind auch Brennnesseln, Schmalblättriges Weidenröschen, Rot- und Hornklee und auch Wicken.
  • Lassen Sie im Herbst einige Früchte an Obstbäumen hängen. Admiral oder C-Falter saugen später dran.
  • Diese Arten überwintern in unseren Breitengraden als erwachsene Tiere. Die meisten benötigen dazu einen trockenen und geschützten Raum. Hole Bäume, alte Schuppen dienen dazu, sind aber immer seltener. Ein passendes Insektenhotel kann helfen.
  • Nachtfalter brauchen Unterstützung bei Orientierung. Verzichten Sie auf nächtliche Lichtquellen oder setzen Sie sie sparsam ein.

Ohne Bienen kein Leben

Sie gehören einfach in jedem Garten und tragen einen Großteil der Vegetation bei. Wildbienen leisten einen oft sehr unterschätzten Beitrag als Bestäuber unserer Obstgehölze. Eine einzige Mauerbiene zum Beispiel kann so viele Blüten bestäuben wie 80 bis 300 Honigbienen! Die ausdauernden Flieger entfernen sich bis zu drei Kilometer von ihrem Stock und Nektar und Pollen zu finden. Dazu benötigen Sie aber blühende Pflanzen. So gibt es viele Sorten, die als Nahrung für Blütenbesucher völlig wertlos sind. Das sind vor allem solche Blüten, die gefüllt blühen. Denn hier sind die Staubgefäße durch intensive züchterische Arbeit zu Blütenblättern umgewandelt. Diese gefüllten Blüten, z.B. bei Dahlien, Sonnenblumen oder auch Rosen, sind zwar oft beeindruckend durch ihre dicken und prachtvollen Blütenköpfe; sie liefern jedoch weder Pollen noch Nektar. Hier können weder Wildbienen noch Schmetterlinge und oder Schwebfliegen Futter finden.

  • Besser sind da Deutschen Enzian, Traubenhyazinthen, Blaukissen, Phacelia, Zierlauch oder Kugeldistel. Wichtig ist auch das Angebot mit pollentragenden Pflanzen im Sommer und Herbst.
  • Achten Sie bei der Pflege des Gartens auf bienenschonende Pflanzenschutzmittel. Wenn ein Mittel nicht bienenschonend ist, muss es gekennzeichnet sein.
  • Besser sind Nützlinge wie Marienkäfer,Florfliegen und Ohrenkneifer. Sie sind die großen Insektenvertilger im Garten. Sie ernähren sich von Blattläusen und anderen kleinen Insekten. Damit tragen sie zum biologischen Pflanzenschutz im Garten bei.

Da ist der Wurm drin

Im Boden eines Gartens ist der Regenwurm das nützlichste Lebewesen. Sie sorgen für einen gesunden Boden, der wiederum wichtig für das Wachstum der Pflanzen ist.

  • Ob und wie viele Regenwürmer in einem Garten vorhanden sind, kann man am besten in einer Nacht, in der es regnet, feststellen. Denn in diesen Nächten kommen die Regenwürmer in großer Zahl an die Oberfläche der Erde, wenn sie im Garten vorhanden sind.
  • Wer keine oder nur wenige Regenwürmer im Garten hat, kann mit geeigneten Plätzen dafür sorgen, dass die Nützlinge sich im Garten einnisten.
  • Zudem sollte man darauf verzichten, einen Spaten für die Gartenarbeit zu verwenden, denn dieser verletzt die Tiere und viele sterben bei dieser Arbeit. Auch wenn es im Volksmund heißt, dass ein zweigeteilter Wurm weiterlebt, ist dies nicht der Fall.
  • Sollte ein Graben notwendig sein, so sollte dies in den Monaten Juli und August stattfinden, denn in dieser Zeit legen die Regenwürmer eine Art Sommerpause ein und ziehen sich in eine Tiefe von 20 bis 30 Zentimetern zurück.
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Vögel

Rotkehlchen, Meisen und Co. sind herzlich willkommene Gäste in einem Garten. Je naturnaher er ist, desto mehr Nahrung finden die Vögel. Und zwar so viel, dass ein Zufüttern in einem normalen Winter nicht notwendig ist. Wir können aber noch mehr tun.

  • Wenn Stauden zum Beispiel erst im Frühjahr zurück geschnitten werden, finden sie an den Samenständen noch natürliche Nahrung.
  • Verwenden Sie nur umweltschonende Pflanzenschutzmittel.
  • Naturnahe Gehölze dienen als Nisthilfe. Auch alte und morsche Gehölze werden genutzt. Also liegen lassen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Katzen keine Chance haben, die Nester auszurauben. Stachelringe machen das Erklettern von Bäumen unmöglich.
  • Vögeln lieben Wasser. Bieten Sie deshalb Bade- und Trinkmöglichkeiten.
  • Vor dem Winter sollten die Vogelnistkästen abgenommen und gesäubert werden. Waschen Sie die Kästen gründlich aus und entfernen so Parasiten und anderes Ungeziefer, das der Brut im nächsten Jahr schaden könnte.
  • Hängen Sie sie danach wieder auf. Tiere, wie zum Beispiel der Siebenschläfer nutzen solche Kästen im Winter für ihren Winterschlaf.
  • Rangieren Sie alte kaputte Nistkästen aus.

Artenschutz im Garten

Libellen stehen in Deutschland unter Ratenschutz. Ihr Lebensraum schwindet und bedroht ihre Entwicklung. Je nach Art brauchen sie Wiesengraben, Tümpel, Bäche und andere Gewässer die möglichst Fischarm sind. Fische fressen Libellenlarven die ihr Leben im Wasser starten.

  • Legen Sie an einem zum Teil sonnigen Abschnitt einen fischarmen Gartenteich an.
  • Bepflanzen Sie das Ufer mit Sumpfpflanzen.
  • Mähen Sie, wenn möglich nicht am Rand von Gewässern. Dort befindet sich der Lebensraum der Libellen.
  • Wenn Sie im eigenen Garten nicht tun können oder wollen, unterstützen Sie die Renaturierung von Bächen und Gewässern in Ihrer Region.
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Den Garten sichern

An vielen Stellen kann man größeren Gartenbewohnern das Leben erleichtern. Ändern Sie mal die Perspektive und schauen aus Sicht eines Vogels oder Igels.

  • Kellerschächte und Treppen sind oft eine Falle. Sichern Sie sie mit einem Brett oder Stein, damit die Wildtiere leichter herauskommen.
  • In Wasserbecken und Regentonnen können Tiere auch ertrinken. Decken Sie sie wenn möglich ab.
  • Ist eine Wasserstelle etwas tiefer, sollte eine Möglichkeit zum Herauskriechen vorhanden sein. Ein flacher Uferrand oder ein Brett kann helfen.
  • Reisig- oder Holzhaufen die schon länger liegen und entsorgt werden müssen, sollten vorsichtig entfernt werden. Hier lassen sich viele Tierarten gerne nieder.
  • Kunststoffnetze haben im Garten nichts zu suchen. Vögel und Igel verheddern sich darin.

Neuer Lebensraum mit Steinhaufen

Kleine und größere Steine die sich mit der Zeit im Garten finden und überflüssig sind, können an einer ruhigen Stelle geschichtet werden. Oder Sie bauen eine Natursteinmauer. Viele Tiere nutzen dort einen Sonnenplatz und haben in den Hohlräumen einen Rückzugsort.

  • Steinhummeln legen unter Steinhaufen gerne ihre Nester an, die aus über 100 Arbeiterinnen bestehen können.
  • Auch Kröten, Zaunechsen, Blindschleichen und Insekten siedeln sich gerne an. Im Sommer helfen Sie Ihnen dafür dann bei der Schädlingsbekämpfung. Sie fressen Käfer, Blattläuse und zum Teil auch Schnecken.
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Wasserquellen für Tiere

Wildtiere benötigen manchmal Unterstützung in den heißen Sommermonaten. In niederschlagsarmen Zeiten finden viele Tiere zu wenig Wasser und geraten in Stress. Deshalb bieten Sie Vögel, Insekten oder Igel Trink- und Bademöglichkeiten.

  • Fertige Vogeltränken im Handel sind schnell zur Hand.
  • Es geht aber auch so. Blumenuntersetzer haben sich hier stets bewährt, mittels Kette oder Kordel an einem stabilen Ast. Ein kleiner Stein in der Mitte dient als Sitzmöglichkeit.
  • Eine bodennahe Trinkquelle hilft ebenfalls in der trockenen Jahreszeit. Achten Sie darauf, dass das Gefäß nicht zu tief ist und einen Ausstieg erleichtert.